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Was ist das Ziel des Projektes?

Wer einmal selbst in eine Notsituation geraten ist (durch Krankheit, Verlust, Trennung des Partners oder Arbeitsplatzverlust), weiß wie schwierig es ist mit dem wenigen Geld auskommen zu müssen. Und dadurch am schönsten Fest im Jahr seinen Kindern kein Geschenk kaufen zu können, ist für viele Eltern sehr schlimm. Wie erklärt man seinem Kind, dass das Christkind ihm kein Geschenk bringt? Warum bekommen die anderen Kindergartenkinder oder Schulkinder Geschenke? Aber was soll man tun, wenn nun mal kein Geld für so ein „Extra“ da ist? Das kann sicher jeder selbst beantworten – wie wäre es in seiner eigenen Kindheit gewesen wenn Weihnachten „ausgefallen“ wäre? Wenn das Christkind einen vergessen hätte? Wenn keine Geschenke unter einem geschmückten Weihnachtsbaum gelegen wären? Sicher wäre uns dies in Erinnerung geblieben. Die Gründe wären dann als Erwachsener sicherlich nachvollziehbar – die schlechte enttäuschende Erinnerung bleibt dennoch! Somit versteht sich dieses Projekt als eine ganz kleine Hilfe und Entlastung für sozial schwache Eltern und so soll wenigstens diese eine Sorge abgenommen werden.

Menschen spenden so viel – warum sollten sie es nicht für die Kinder in der eigenen Stadt machen? Die Armut ist nicht nur im Ausland wie Afrika oder Rumänien. Die Armut ist bei uns um die Ecke. Da geht es sicherlich nicht um das Überleben, aber in unserer Industrienation wäre es für die Kinder schwer zu verstehen, dass sie keine Geschenke bekommen bei all dem Überfluss im Fernsehen und den Läden – und schließlich bringt das Christkind doch die Geschenke.

Wie funktioniert das Projekt?

Ein geschmückter Weihnachtsbaum wird mit selbst gebastelten Papiergoldengeln behangen, welchen jeweils ein Kind namentlich zugeordnet ist. Auf diesen Engeln stehen nur der Vorname, das Alter und der Weihnachtswunsch des Kindes. Die Bürger und Geschäftsleute der Stadt haben ca. 2 Wochen die Gelegenheit sich einen Engel vom Baum zu nehmen und das beschriebene und gewünschte Geschenk für das Kind zu kaufen. Dieses wird dann wieder beim Weihnachtsbaum bzw., wie im letzten Jahr, im Rathaus abgegeben. Meine Helfer – verkleidet als Nikolaus, Engel und Knecht Ruprecht – bringen diese Geschenke dann am Heiligen Abend persönlich zu den Kindern und Familien. Die Familien wurden im Vorfeld mit großer Sorgfalt von den Sozialorganisationen ausgewählt., Hier handelt es sich um Kinder aus Weiden, welche in sozial schwachen Familien leben und/oder von Schicksalsschlägen getroffen sind (Krankheit, Verlust der Eltern, alleinerziehender, sozial schwacher Elternteil o.ä.) Nachdem die Geschenke im Rathaus abgegeben werden, werden sie nach Hause gebracht. Dort werden sie gleich nach Straßennamen und Familien sortiert.

Der Reiz dieses Projektes liegt darin, dass es sich um ein reines Geschenke-Hilfsprojekt handelt. Durch die Übergabe eines individuell und persönlich gepackten Geschenkes wird den Kindern direkt eine Freude gemacht und es handelt sich dabei eben nicht um „irgendein“ Geschenk sondern um den speziellen Weihnachtswunsch des Kindes. (im Rahmen der vorgegebenen 30,00 Euro)

    Heike Brembs-Thoma

Die Eröffnung des Baumes 2009:

Initiatorin: Heike Brembs-Thoma